
© Land Salzburg/Monika Rattey
Die Pflegeberatung des Landes Salzburg bietet Betroffenen wie pflegenden Angehörigen flächendeckend, unabhängig sowie kostenlos im Bundesland Salzburg Information, Beratung und
Unterstützung in allen Fragen zum Thema Pflege und leistet Hilfestellungen bei der Organisation von Pflege- und Betreuungsangeboten.
Endlich einmal durchschnaufen!
Angehörigenentlastung ermöglicht Auszeit von der Pflege /
Pflegeberatung des Landes informiert und hilft bei Antragstellung
Viele Salzburgerinnen und Salzburger wissen das nur zu gut: Pflege und Betreuung von Angehörigen ist eine große Herausforderung. Sie erfordert viel Zeit und Energie. So ergeht es auch Frau Mayer aus Zell am See. Sie betreut bereits seit mehr als drei Jahren ihren demenzkranken 89-jährigen Vater. „Es ist eine sehr schöne aber fordernde Aufgabe, die mir sehr viel abverlangt. Deshalb bin ich froh, dass es die Angehörigenentlastung gibt. Ohne diese Unterstützung des Landes könnte ich meinen Vater nicht für ein paar Stunden einmal alleine lassen oder einfach mal für mich sein, um durchzuschnaufen.“
Die Angehörigenentlastung ist ein ergänzendes Angebot zu mobilen Diensten wie Haushaltshilfe und Hauskrankenpflege. Ziel ist es dabei, pflegenden Angehörigen stundenweise eine wohlverdiente Auszeit zu ermöglichen. Während dieser Auszeit übernimmt eine professionelle Betreuungskraft eines anerkannten mobilen Dienstes die Pflege und Betreuung des pflegebedürftigen Angehörigen direkt zu Hause.
Buchbar in der Nähe - Betreuung zu Hause
„So bleibt der Pflegebedürftige in seinem gewohnten Umfeld. Das ist ein wichtiger Faktor für das Wohlbefinden und die Lebensqualität“, so Claudia Bernhard-Kessler, Leiterin der Pflegeberatung Salzburg und erklärt, wie es funktioniert: „Die Angehörigenentlastung kann bei einem sozialen Dienst, wie etwa dem Hilfswerk, Caritas oder Volkshilfe etc. von montags bis samstags, von sieben bis 22 Uhr gebucht werden, mit einer Einsatzdauer von drei bis sechs Stunden pro Tag“.
Pro Haushalt werden (Voraussetzung ist Pflegestufe 3) maximal 10 Stunden Kostenzuschuss monatlich gewährt, ab Pflegegeldstufe 5 bis zu 20 Stunden. Auch zusätzliche Sonderstunden für außerplanmäßige Termine (z. B. Arztbesuche, Familienfeiern), die je nach Pflegegeldstufe begrenzt sind
(6 oder 12 Stunden pro Halbjahr, exklusive Wegzeit) können gebucht werden.
Leistbares Angebot
Für jede Betreuungsstunde zahlt die pflegebedürftige Person eine Eigenleistung von neun Euro plus anteilige Kosten für die Wegzeit (Anfahrt). Die Differenz zu den tatsächlichen Kosten übernimmt das Land Salzburg als Zuschuss. Ein Beispiel: Für 3 Stunden Betreuung plus 20 Minuten Anfahrt entstehen 29,66 Euro Eigenleistung, die der Pflegebedürftige bezahlt, während der Rest vom Land getragen wird.
„Entlastungs-Angebote nutzen“
Oft weiß man nicht, welche Angebote es überhaupt im Bereich der Pflege und Betreuung gibt, die Pflegeberaterinnen des Landes haben hier den besten Überblick und geben Unterstützung und Hilfe. Ein Beispiel, um Betroffenen Tages-Struktur zu geben und Angehörige zu entlasten wären die Tageszentren. Mittlerweile gibt es davon allein in den Landgemeinden 27, in der Stadt Salzburg sind es drei. Das Land fördert diese Leistungen um den Besuch leistbar zu machen.
Neben den stationären Einrichtungen gibt es aber auch flächendeckend ein gutes Netz an mobilen Diensten, die bei der Haushaltshilfe oder Hauskrankenpflege unterstützen. „Welches Angebot hier am besten in Frage kommt, darüber geben wir gerne Auskunft und unterstützen auch bei Fragen rund um die Finanzierung wie auch etwa zum Thema Pflegegeld“, so Bernhard-Kessler.
Pflegeberatung Pongau
Hans-Kappacher-Straße 14a
5600 St. Johann im Pongau Sprechstunden: telefonisch Montag bis Donnerstag, 8 bis 16 Uhr und Freitag 8 bis 12 Uhr, persönlich nach Vereinbarung E-Mail: pflegeberatung@salzburg.gv.at Telefon: +43 662 8042-3696
Infos: https://www.salzburg.gv.at/pflegeberatung